Märkisches Viertel

Todesschuss - Polizist hat nichts falsch gemacht

Der tödliche Schuss eines Polizisten auf eine psychisch kranke Frau in Berlin-Reinickendorf hat keine strafrechtlichen Folgen. Die Ermittlungen gegen den Beamten wurden eingestellt.

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Ein Polizist hat am Mittwoch im Märkischen Viertel in Reinickendorf auf eine mit einem Messer bewaffnete Frau geschossen und sie getötet. Die 53-jährige Frau wurde schwer verletzt und starb noch vor Ort

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Am 24. August 2011 sollte die 53-jährige Andrea H. zwangsweise durch Polizeibeamte zum Amtsgericht Wedding gebracht werden. Als sie sich wehrte und mit einem Messer auf einen Polizisten losging, fiel ein Schuss. Die Frau wurde am Oberkörper schwer verletzt und starb noch in ihrer Wohnung.

Dieser tödliche Schuss hat aber keine strafrechtlichen Folgen. Die Berliner Staatsanwaltschaft teilte am Mittwoch mit, das Ermittlungsverfahren gegen den Beamten sei eingestellt worden. „Der Schuss ist aus einer Nothilfesituation heraus abgegeben worden“, sagte ein Pressesprecher. Dies sei das Ergebnis eines förmlichen Ermittlungsverfahrens, wie es in solchen Fällen stets durchgeführt werde.

Die psychisch kranke Frau war vor dem Polizeieinsatz mehrfach erfolglos vor das Amtsgericht Wedding geladen worden. Dabei ging es um Betreuungsfragen im Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung und einer möglichen Einweisung in eine medizinische Einrichtung.

Bei dem Versuch einer Bezirksamts-Mitarbeiterin und zweier Polizisten, die Frau zwangsweise vorzuführen, eskalierte die Situation. Die 53 Jahre alte Frau wehrte sich und verletzte nach offiziellen Angaben einen Beamten mit einem Messer. Daraufhin setzten die Polizisten Pfefferspray ein, Andrea H. zog sich in ein Zimmer zurück und schloss die Tür.

In der Folge rückte die von den beiden Polizisten herbeigerufene Verstärkung an. Die Beamten, von denen einer einen Schild trug, rammten die geschlossene Tür ein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stürmte die Frau daraufhin aus einer Zimmerecke heraus auf den Beamten mit dem Schild zu. Der Mann sei ins Straucheln geraten. Da der Polizist keinen Helm trug, fürchtete einer seiner Kollege einen Messerangriff auf seinen Kopf. Die Staatsanwaltschaft geht nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass der Beamte eine konkrete Gefahr für seinen Kollegen fürchtete und daher auf die Frau schoss.