"Ekelliste"

Berlins schlimmste Bar ist gar nicht so schlimm

Nachdem Gastwirt Andreas Giebel vergangene Woche aus allen Wolken fiel, weil seine "Havanna Bar" am Bahnhof Karlshorst Berlins Ekelliste für Restaurants anführte, ruderte das Bezirksamt Lichtenberg nun plötzlich zurück.

Foto: Amin Akhtar

Die „Havanna Bar“ in Lichtenberg, die in der vergangenen Woche in der Datenbank berlin.de/sicher-essen mit der Note „ausreichend“ bewertet war, ist am Montag wieder aus der Internetliste gestrichen worden. Der Grund: Die Nachkontrolle von Mitte August, die in der Liste eingetragen war, hat gar nicht stattgefunden. Jeweils 47 Minuspunkte waren als Ergebnis der Lebensmittelhygiene-Prüfungen von Juli und August eingetragen.

Wegen eines technischen Fehlers seien die Daten der Juli-Hygieneprüfung zum zweiten Mal in der Liste aufgetaucht, sagte Lichtenbergs Stadtrat Michael Räßler-Wolff (Linke). Die Nachkontrolle der „Havanna Bar“ finde jetzt auf Bitte des Betreibers erst Mitte September statt. Danach soll das Lokal wieder in die Datenbank eingetragen werden. Dass sich die Daten von Kontrolle und Nachprüfung in der Internetseite berlin.de/sicher-essen überlagern, sei auch bei Eintragungen aus Pankow festgestellt worden, sagte der Pankower Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne). Man müsse genau aufpassen. „Deshalb haben wir diese Ergebnisse noch nicht veröffentlicht.“ Die Sprecherin der Senatsverwaltung für Verbraucherschutz, Marie-Luise Dittmar, sagte: „Wir arbeiten an einer Lösung.“