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Berlin ist Europameister bei Feinstaub-Minderung

Nach Einschätzung des BUND hat keine andere europäische Stadt die Feinstaubbelastung so stark gesenkt wie Berlin. Wichtigster Grund für die mehr als 50-prozentige Rußminderung sei die konsequente Einführung einer Umweltzone in der Hauptstadt.

Bei der Absenkung der Feinstaubbelastung ist Berlin nach Einschätzung von Umweltschützern in Europa Spitze. Wichtigster Grund für die mehr als 50-prozentige Rußminderung sei die konsequente Einführung einer Umweltzone in der deutschen Hauptstadt, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Mittwoch mit.

Den zweiten Platz im europäischen Städtevergleich teilen sich Kopenhagen und Stockholm, Platz drei Zürich und Wien. Schlusslicht in der Rangliste 17 europäischer Großstädte ist Rom. Auf den hinteren Plätzen liegen auch Düsseldorf und Stuttgart. Autos mit hohem Schadstoffausstoß dürfen seit Anfang 2008 nicht mehr in der Berliner Innenstadt fahren.

Mehr Fahrrad- und weniger Autofahrer in Berlin

BUND-Verkehrsexperte Werner Reh sagte, in Berlin habe in den vergangenen zehn Jahren der Anteil des Autoverkehrs am Verkehr insgesamt um sechs Prozent abgenommen. Hinzu sei eine Verdoppelung des Fahrradverkehrs auf 13 Prozent gekommen. Den Spitzenplatz bei der Bekämpfung des gesundheitsschädlichen Rußes aus den Auspuffen verdanke die Hauptstadt jedoch vor allem der konsequenten Umsetzung der Umweltzone.

Laut Senatsumweltverwaltung ist die durch den Verkehr bedingte Belastung durch Dieselruß im Feinstaub 2010 im Vergleich zu 2009 um 33 Prozent und gegenüber 2007 um 52 Prozent zurückgegangen.

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Daniel Buchholz, sagte am Mittwoch, die Umweltzone mit ihrer nachgewiesenen positiven Wirkung auf die Berliner Luft sei eine „Erfolgsgeschichte“. Die von der CDU wiederholte Forderung nach einer Abschaffung der Umweltzone erweise sich damit einmal mehr als „totaler Unsinn“.