Geldnot

Berlinerin stiftet ihren Freund zu Mord an Oma an

Eine 21-jährige Berlinerin soll aus Geldnot ihren Freund dazu angestiftet haben, seine Großmutter umzubringen. Der hat daraufhin mit einem Spaten auf seine Oma eingeschlagen. Die Angeklagte räumte zwar vor Gericht ein, das es Gespräche über den Mordkomplott gegeben habe, die seien aber als "Scherz" gemeint gewesen.

Ende Februar 2011 soll eine verschuldete Berlinerin von ihrem Freund verlangt haben, seine Großmutter zu erschlagen, um an deren Geld zu kommen. Zu Beginn ihres Prozesses vor dem Berliner Landgericht hat die 21-Jährige eingeräumt, es habe Gespräche gegeben, die Oma zu töten. „Ich habe das als Scherz gemeint“, wehrte sich die Angeklagte gegen den schweren Vorwurf der Anstiftung zum Mord. Der damalige Freund verweigerte die Aussage. Gegen den 22-Jährigen läuft ein eigenes Verfahren. Entsprechend des Mordauftrags soll der 22-Jährige am 1. März 2010 gegen Mittag zum Einfamilienhaus seiner Oma im Stadtteil Gatow gefahren sein. Von hinten habe der Mann mit einem Spaten auf den Kopf der damals 84-jährigen Großmutter eingeschlagen. „Er brachte es nicht über das Herz, die Oma zu töten“, erklärte der Ankläger am Rande des Prozesses. Die inzwischen 86-Jährige erlitt leichte Kopfverletzungen. Die Rentnerin rief selbst die Polizei.

Das Gericht muss entscheiden, ob der Enkel von einem ernst gemeinten Killerauftrag ausging. Der Berliner sei in die Frau verliebt gewesen. Wie ein Hündchen habe er alles getan, was die Freundin verlangte, erklärte der Staatsanwalt ein mögliches Motiv des 22-Jährigen. Vielleicht habe er sich beliebt machen wollen, sei dann aber vor einer derart gefühlskalten Tat zurückgeschreckt.

Die Angeklagte hatte den 22-Jährigen im Internet kennengelernt. Sie betrachtete die Beziehung eigenen Angaben nach als rein freundschaftlich. Nach den aus ihrer Sicht als Spaß gemeinten Gesprächen über die Tötung der Großmutter hätten beide gelacht und seien dann schlafen gegangen.