Material "rissanfällig"

S-Bahnzüge werden für Betrieb bis 2017 saniert

Für 20 Millionen Euro renoviert die Berliner S-Bahn teilweise bereits stillgelegte Züge. Dies sei notwendig, da bei einer Untersuchungen im Jahr 2008 eine "Rissanfälligkeit" des Materials entdeckt wurde.

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80 ältere Viertelzüge der Berliner S-Bahn werden durch eine aufwendigen Sanierung fit gemacht, damit sie noch bis zum Jahr 2017 fahren können. Die Erneuerung der Wagenkästen sowie Neugestaltung der Innenräume koste 20 Millionen Euro, teilte die Bahn AG am Dienstag in Potsdam mit. Die bis Oktober dauernde Renovierung der Fahrzeuge, darunter 20 bereits stillgelegte Viertelzüge, findet unter anderem im Werk Wittenberge (Prignitz) statt. Die Züge seien Anfang der 1990er Jahre angeschafft worden. Ein Teilaustausch der Bodenbleche sei notwendig, da bei einer Untersuchungen im Jahr 2008 eine „Rissanfälligkeit“ des Materials entdeckt wurde.

Gutachter hätten festgestellt, so die Bahn, dass Fertigungsfehler beim Bau dazu führten, dass das Material den dauerhaften Belastungen nicht immer gewachsen sei. Jeder aus jeweils zwei Wagen (Trieb- und Beiwagen) bestehende Viertelzug bleibe nun etwa sieben Wochen in Wittenberge. Die Züge bekämen neu gestaltete Sitzmöbel und neue Farbe. Die Baureihe 485 sei in den 1970er Jahren in der DDR entwickelt und zwischen 1988 bis 1992 in Hennigsdorf von den damaligen Lokomotivbau-Elektrotechnischen Werken (LEW) in Hennigsdorf (Oberhavel) – heute Bombardier Transportation – ausgeliefert worden.