Verdächtige Sendung

Chemikalien explodieren in Berliner Postfiliale

In einer Postfiliale in Berlin-Dahlem ist am Freitag ein Briefumschlag explodiert. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben einer Polizeisprecherin befand sich in der Sendung eine "unsachgemäß verpackte chemische Substanz".

In einem Postamt in Berlin-Dahlem ist eine Sendung mit Chemikalien explodiert. Wie ein Polizeisprecher am Freitagnachmittag mitteilte, hatte ein bislang unbekannter Mann gegen 11.30 Uhr in der Filiale am Hechtgraben eine Briefsendung aufgegeben, die dann etwa eine halbe Stunde später mit einem lauten Knall detonierte. Verletzt wurde dabei niemand, sagte der Sprecher weiter.

Die Ermittlungen übernahm, wie bei Sprengstoffdelikten üblich, der Polizeiliche Staatsschutz.

Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei allerdings nicht von einem Anschlag sondern von einem Unfall aus. Vermutlich handele es sich um eine unsachgemäße Versendung von Chemikalien, hieß es bei der Polizei. Dafür spreche auch, dass der Absender in der Postfiliale mit einer EC-Karte bezahlte und somit schnell identifiziert werden könne, sagte ein Ermittler.

In jüngster Vergangenheit ist die Polizei mehrfach wegen verdächtiger Gegenstände alarmiert worden. So explodierte in einer Parkanlage in Wedding ein Sprengsatz in einer Plastiktüte, ein Mann erlitt dabei schwere Gesichtsverletzungen. Und erst am Donnerstag lösten Unbekannte auf einem Reinickendorfer Friedhof eine Detonation aus.

Am vergangenen Wochenende war dem CDU-Landes- und Fraktionschef Frank Henkel ein Umschlag mit einer geringen Menge Pulver aus Feuerwerkskörpern zugestellt worden. Dem waren anonyme Drohungen im Internet vorangegangen.

( hhn )