Überfall

Räuber lässt nach Warnschuss Pistole fallen

Die Berliner Polizei hat am Mittwochabend drei Männer nach einem Raubüberfall noch am Tatort in Pankow festgenommen. Dabei musste ein Beamter einen Warnschuss abgeben.

Drei bewaffnete Täter hatten am Mittwochabend in Berlin-Pankow einen 54 Jahre alten Musikkritiker und Musikjournalisten in seiner Wohnung an der Schulzestraße überfallen. Dabei wurde das Opfer schwer verletzt.

Die Männer im Alter zwischen 43 und 47 Jahren hatten sich nach Angaben der Polizei unter einem Vorwand Zutritt zu der Wohnung des Opfers im Gartenhaus verschafft. Als dieser die Tür öffnete, wurde er sofort in seine Wohnung zurückgedrängt und niedergeschlagen. Das Räubertrio bedrohte den am Boden liegenden Mann mit einer Pistole, fesselte ihn und bedeckte ihn mit einem Teppich. Nach Angaben des Opfers wollten die Täter Elektrogeräte stehlen.

Nachbarn hatten aber die Hilferufe des Wohnungsinhabers gehört und die Polizei gerufen. Vermutlich hatten die Räuber das Eintreffen der Beamten bemerkt und wollten flüchten. Einer der Täter hielt zu diesem Zeitpunkt eine scharfe Pistole in der Hand. Nach der Aufforderung eines Polizisten, stehen zu bleiben, und einem Warnschuss aus der Dienstwaffe ließ der 47 Jahre alte Täter seine Waffe fallen und ließ sich festnehmen. Die beiden anderen Täter wurden auf dem Grundstück von mehreren Polizisten festgenommen. Ein Notarzt versorgte den 54-Jährigen am Tatort. Anschließend wurde er zur stationären Behandlung in das Krankenhaus in Buch gebracht.

Die Täter wurden in die Gefangenensammelstelle gebracht. Von dort aus sollten sie einem Richter vorgeführt werden.