Tarifeinigung

Berlinern bleibt Streik bei der BVG erspart

Der Tarifkonflikt bei den Berliner Verkehrsbetrieben BVG ist beigelegt. Beide Seiten haben sich auf neue Arbeits- und Ruhezeiten geeinigt. Damit ist die Streikgefahr bei Bussen und Bahnen gebannt.

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Kein Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG): Im Konflikt um einen neuen Manteltarifvertrag für die 12000 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport ist am Donnerstag eine Lösung gefunden worden. Das teilten die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) am Abend mit. Damit bleibe den Berlinern für diese Tarifrunde ein Stillstand bei Bussen, Straßen- und U-Bahnen erspart, sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann.

Mit dem Tarifabschluss sei ein „fairer und verantwortungsbewusster Kompromiss“ gefunden worden, hieß es von beiden Seiten. Wenn alle Gremien zustimmten, werde der Vertrag zum 1. Oktober in Kraft gesetzt. Ausgehandelt wurde den Angaben zufolge zum Beispiel eine tägliche Arbeitszeit von höchstens 8,5 Stunden, die Ruhezeiten zwischen zwei Schichten wurden auf elf Stunden festgelegt. Außerdem hätten sich beide Seiten auf „Mindesthaltezeiten“ geeinigt, auch solle der gesetzliche Mindesturlaub bei Langzeiterkrankten nicht mehr verfallen, hieß es.

Bei den Verhandlungen ging es Verdi um Ruhezeiten und Pausen sowie um eine Begrenzung von Überstunden. Den bisherigen Manteltarifvertrag hatte die Gewerkschaft zum 30. Juni gekündigt. Die landeseigene BVG betreibt die Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen in Berlin. Die S-Bahn ist ein anderes Unternehmen, das zur bundeseigenen Deutschen Bahn gehört.