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Air Berlin dünnt Streckennetz aus

Die Berliner Fluggesellschaft streicht Verbindungen. Vor allem Flüge zwischen kleineren Flughäfen, aber auch andere Destinationen wie nach Nordafrika. Außerdem wird die Flotte verkleinert

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Der ehemalige Bahn-Chef Hartmut Mehdorn soll Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin aus den roten Zahlen steuern

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Nach tiefroten Zahlen im zweiten Quartal dünnt Air Berlin das Streckennetz aus. Es würden Verbindungen gestrichen, die keine Kostendeckung mehr erbringen und die gleichzeitig strategisch nicht mehr bedeutend seien, teilte das SDax-Unternehmen in seinem Quartalsbericht am Donnerstag mit. Das betreffe in erster Linie Flüge zwischen kleineren Flughäfen, aber auch andere Destinationen wie nach Nordafrika. Gleichzeitig werde die Flotte verkleinert. Gegenüber der bisherigen Planungen werde die Airline ihre Kapazitäten damit um fünf Prozent reduzieren – 2012 sollen gut 16.000 Flüge und rund 2,2 Millionen Sitzplätze wegfallen.

Air Berlin will sich noch mehr auf stark frequentierte Strecken und seine vier europäischen Drehkreuze Berlin, Düsseldorf, Wien und Palma de Mallorca konzentrieren. Schwarze Zahlen werden in diesem Jahr trotz der Maßnahmen – wie in der Vorwoche angedeutet – voraussichtlich nicht erreicht. „Im laufenden Geschäftsjahr werden wir operativ allerdings wohl noch nicht in die Gewinnzone zurückkommen“, erklärte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold. Für die Turbulenzen machte Deutschlands zweitgrößte Airline nach der Lufthansa den hohen Ölpreis, die neue Luftverkehrssteuer und die Unruhen in Nordafrika verantwortlich. Der operative Verlust weitete sich im zweiten Quartal auf 32 (minus 28) Millionen Euro aus.