Prozess

Überfall auf Taxifahrer – Angeklagte freigesprochen

Es fehlten Beweise zur Verurteilung zweier 35 und 41 Jahre alter Männer, die im Verdacht standen, vor rund zehn Jahren einen Taxifahrer in Berlin überfallen zu haben. Sie hätten "verdammt viel Glück gehabt, wenn Sie es waren", kommentierte der Richter.

Der Überfall auf einen Taxifahrer im Februar 2001 bleibt ungesühnt. Zwei Tatverdächtige sind am Donnerstag vom Berliner Landgericht freigesprochen worden. „Sie hatten verdammt viel Glück, wenn Sie es waren“, kommentierte der Richter die Entscheidung. Es fehlten die zur Verurteilung nötigen Beweise.

Die inzwischen 35 und 41 Jahre alten Männer gerieten 2010 nach einer routinemäßigen Reihenuntersuchung von DNA-Material in Verdacht. Die Polizei hatte damals Zigarettenstummel von ihnen sichergestellt. Erst mit den verbesserten Untersuchungsmethoden war ein Nachweis möglich, hieß es im Urteil. Es wurden aber mehrere Zigarettenstummel gefunden, so dass auch andere Täter in Betracht kommen. Der Taxifahrer konnte die Angeklagten mehr als zehn Jahre nach dem Überfall nicht mehr identifizieren.

Der Taxifahrer wurde am Fahrziel im Stadtteil Moabit gewürgt und mit einer Pistole bedroht. Es kam zu einem Gerangel. Er rutschte von der Bremse. Sein Taxi rollte auf ein geparktes Fahrzeug zu. Die damaligen Täter ergriffen ohne Beute die Flucht.

( dpa/tj )