Krawalle in England

Henkel hält Unruhen auch in Berlin für möglich

Kann es auch in Berlin zu ähnlichen Unruhen wie in Großbritannien kommen? Der Spitzenkandidat der Berliner CDU Frank Henkel schließt dies nicht aus. Er warnt vor einer „kaputtgesparten Polizei", Migranten ohne Zukunftsperspektive und gewaltbereite Jugendlichen.

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Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel hält Krawalle wie in Großbritannien auch in Berlin für möglich. „Selbst wenn das Risiko solcher Ausbrüche bei uns geringer scheint, ist es gegeben. Auch in Berlin gibt es Stadtteile, in denen sozial nicht integrierte Migranten ohne Zukunftsperspektive leben, es gibt gewaltbereite Jugendliche und eine kaputtgesparte Polizei“, schrieb Henkel in einem Gastbeitrag für die Zeitung „Bild am Sonntag“.

Der CDU-Politiker wirft in dem Artikel Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vor, die Einsatzfähigkeit der Polizei durch Einsparungen zu gefährden. Die rot-rote Koalition habe in den letzten zehn Jahren knapp 4000 Polizeistellen gestrichen. „Wir brauchen Null-Toleranz gegenüber Vandalismus und Gewalt. Ansonsten lässt man es zu, dass Hemmschwellen immer weiter sinken. London ist eine Warnung“, forderte Henkel.

Er beklagte in dem Beitrag zudem einen mangelnden Respekt vor Autoritäten. „Die Sicherheitsbehörden haben in einigen Vierteln dramatisch an Respekt verloren, Übergriffe auf Polizisten und Feuerwehrbeamte gehören zur Tagesordnung.“ Sorge bereite ihm vor allem die Gewalt von links: „Jede Nacht zünden Chaoten in der deutschen Hauptstadt Autos und Hausflure an, Tendenz steigend. Diese Angriffe auf unbescholtene Bürger dürfen wir nicht tatenlos hinnehmen.“

Henkel bezieht sich damit auf eine Serie von Bränden in Hausfluren sowie auf die seit Jahren zunehmenden Zahl von Brandanschlägen auf Autos. Anders als bei den Autos geht die Polizei bei den Brandstiftungen in Hausfluren nicht von einem politischen Hintergrund aus.