Blindgänger

Fliegerbombe in Tempelhof ist entschärft

Nur etwa eine halbe Stunde benötigten die Experten der Berliner Polizei, dann war in Tempelhof eine 100 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich.

Im nördlichen Teil von Berlin-Tempelhof ist am Sonntag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht worden. Der Blindgänger sei binnen kürzester Zeit um 12.44 Uhr entschärft gewesen, teilte eine Polizeisprecherin am frühen Nachmittag mit.

Rund um den Fundort am Bäumerplan hatten zuvor rund 2000 Anwohner ihre Wohnungen verlassen müssen. Sie waren aufgefordert worden, ab 9 Uhr ihre Wohnungen zu räumen. Die Patienten im St. Joseph Krankenhaus, das am Rande des Sperrkreises liegt, waren allerdings nicht von der Evakuierung betroffen. Allerdings konnten sie keinen Besuch empfangen. Und die Notaufnahme war teilweise geschlossen.

Der 100 Kilogramm schwere Sprengsatz war am Freitag bei Bauarbeiten entdeckt worden. Kriminaltechniker des Landeskriminalamtes entschieden, dass der Sprengkörper sowjetischer Bauart am Fundort unschädlich gemacht werden musste. Er wurde nach der Entschärfung zum Sprengplatz im Grunewald transportiert. Dort soll er kontrolliert vernichtet werden.

Am Vormittag war die Polizei durch die Häuser rund um den Bäumerplan gegangen, um alle Wohnungen zu evakuieren. Nach Angaben einer Sprecherin hatten die meisten ihre Wohnungen aber schon von selbst geräumt. Nur etwa 150 Menschen mussten von der Polizei in Sicherheit gebracht werden. Das DRK war mit rund 50 Mitarbeitern im Einsatz.

In der unweit der Fundstelle gelegenen Kirche Herz Jesu der katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu und St. Judas Thaddäus wurde am Vormittag noch ein Gottesdienst abgehalten. Anschließend mussten die Gläubigen den Sicherheitsbereich ebenfalls verlassen.

Von Evakuierung und Absperrung im Tempelhofer Fliegerviertel betroffen waren neben Bäumerplan der Löwenhardtdamm, Boelcke-, Gontermann- und Wüsthoffstraße sowie Udetzeile.