Ermittlungserfolg

Polizei fasst Serienbrandstifter von Marzahn

Mindestens neun Mal hat ein 32 Jahre alter Mann in den vergangenen zwei Tagen in Berlin-Marzahn Feuer gelegt. Unmittelbar nach seiner letzten Tat wurde er festgenommen.

Foto: Steffen Pletl

Umfangreiche Ermittlungen der Berliner Polizei haben am Sonnabend zur Festnahme eines Serienbrandstifters geführt. Bislang hat der Mann, der über keinen festen Wohnsitz in Berlin verfügt, zugegeben, seit Freitagmorgen in Marzahn neun Feuer gelegt zu haben.

Derzeitigen Erkenntnissen zufolge hatte der 32-Jährige von Freitagmorgen bis kurz vor seiner Festnahme am Sonnabendabend in mehreren Mehrfamilienhäusern an der Trusetaler Straße, der Bärensteinstraße, des Belziger Rings sowie der Havemannstraße brennendes Material in die Müllschächte geworfen und somit unten stehende Container in Brand gesetzt. Glücklicherweise wurde in allen Fällen das Feuer rechtzeitig entdeckt und niemand verletzt.

Polizisten des Abschnitts 62 hatten im Zuge ihrer Ermittlungen den Mann gegen 18.35 Uhr unmittelbar vor seiner letzten Tat an der Borkheider Straße beobachtet. Als er wenige Minuten später den Hausflur eines Elfgeschossers verließ und ein brennender Schacht im Hausflur entdeckt wurde, nahmen ihn die Beamten in Höhe der Tramhaltestelle Niemegker Straße fest. Die Feuerwehr löschte den brennenden Müllschlucker.

Der mutmaßliche Brandstifter wurde den Ermittlern des Brandkommissariats beim Landeskriminalamt überstellt. Er soll einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.