Genehmigung verweigert

Mozart-Bühne auf dem Wannsee in Turbulenzen

Die Premiere der Mozart-Oper "Die Zauberflöte" auf dem Wannsee droht, ins Wasser zu fallen. Veranstalter Peter Schwenkow hat Schwierigkeiten mit der Genehmigungsbehörde. Der Ponton soll bei schlechtem Wetter nicht sicher sein.

Foto: DEAG Deutsche Entertainment AG

Wenige Wochen vor der Premiere der Mozart-Oper "Die Zauberflöte“ auf einer Seebühne im Wannsee gerät die Veranstaltung in Turbulenzen. Die Senatsverwaltung für Umwelt hat dem Veranstalter, der Deutschen Entertainment AG (Deag) von Unternehmer Peter Schwenkow, am Mittwoch ein Schreiben zugestellt, das die erforderliche behördliche Genehmigung verweigert. Das bestätigte Schwenkow Morgenpost Online.

Es würden Unterlagen fehlen, vor allem, was die Statik der riesigen, schwimmenden Seebühne bei Wind und Wetter anbelange, soll die Behörde bemängeln. Am Donnerstag fand aus diesem Grund ein Krisentreffen in der Senatskanzlei statt. Mit dabei neben Schwenkow auch der zuständige Umweltstaatssekretär Benjamin Hoff (Linke), Vertreter des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf und des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Kommenden Mittwoch soll es ein weiteres Treffen geben. Ins Wasser gefallen ist die Veranstaltung offenbar nicht, so wie es das Schreiben der Verwaltung vermuten ließe. „Dazu ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte Senatssprecher Richard Meng. „Das Gespräch war konstruktiv und sehr positiv“, sagte Unternehmer Schwenkow der Morgenpost. Bis zum nächsten Termin würden die fehlenden Gutachten vorliegen, sie seien bereits fertig. „Nichts ist abgesagt, das Verfahren geht weiter“, sagte Schwenkow. „Wir haben knapp 30.000 Karten verkauft und da zeichnet sich ein großer Erfolg ab.“

Die Schwierigkeiten bei der Vorbereitung des Riesenspektakels lägen in dessen Einzigartigkeit. „Was wir da machen, hat bisher noch nie jemand gemacht.“ Daher würden sich stets neue Anforderungen ergeben, die neue Auflagen seitens der Behörden nach sich zögen. „Die Ponton-Insel musste vergrößert werden, damit sie auch die Türme für Ton und Licht aufnehmen kann, die wir aus Wasserschutz-Gründen nicht am Ufer aufbauen dürfen.“ Jede neue Auflage bedeute ein neues Genehmigungsverfahren, 15 seien es allein für die Statik. Das Schreiben der Umweltverwaltung habe lediglich ausgedrückt, dass man vorläufig so nicht weiterkomme, so Schwenkow.