Steine und Flaschen flogen

Krawalle nach Linken-Demo in Kreuzberg

Zu mehreren Verletzten und Festnahmen kam es nach einer linken Demonstration für den getöteten Italiener, Carlo Giuliani, in Kreuzberg am Samstagabend. Bis in die frühen Morgenstunden flogen dabei Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Polizisten.

Bei einer linksautonomen Demonstration in Berlin-Kreuzberg ist es am Samstagabend zu vereinzelten Ausschreitungen gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen flogen Steine und Flaschen gegen Polizeiautos, zudem wurden Brandsätze entfacht und Feuerwerkskörper abgebrannt. Wie ein Polizeisprecher am frühen Sonntagmorgen mitteilte, gab es mehrere Festnahmen und Verletzte, genau Zahlen lagen jedoch noch nicht vor.

Die Kundgebung startete am Lausitzer Platz und war nicht angemeldet. Viele Teilnehmer waren vermummt und schwarz gekleidet. Nach Schätzungen von Augenzeugen nahmen etwa 800 Menschen an dem Protestzug teil, die Polizei spricht hingegen von 400 Teilnehmern. Die Aktion sollte an den vor zehn Jahren getöteten Italiener Carlo Giuliani erinnern. Beim G8-Gipfel in Genua war es am 20. Juli 2001 zu schweren Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen, bei denen Giuliani getötet wurde