Berlin-Trend

CDU und Linke holen in der Wähler-Gunst auf

Christdemokraten und Linke haben im Juni in der Gunst der Berliner Wähler aufgeholt. Beide Parteien konnten bei einer Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag der Berliner Morgenpost und der RBB-Abendschau um je zwei Prozentpunkte zulegen.

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Die SPD hat auch im Berlin-Trend der Berliner Morgenpost und der RBB-Abendschau im Juli den ersten Platz unter den Berliner Parteien verteidigt. Die Sozialdemokraten verloren im Vergleich zum Vormonat zwar einen Prozentpunkt und kommen auf 29 Prozent. Weil aber auch die Grünen einen Punkt einbüßten und jetzt 24 Prozent erreichen, bleibt der Abstand zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten unverändert. Die Grünen müssen jedoch nach aktuellem Stand fürchten, den zweiten Platz an die CDU zu verlieren. Die Christdemokraten legten zwei Punkte zu und erreichen 23 Prozent, so viel wie zuletzt im Februar 2011. Die Linke konnte ihre Verluste aus den vergangenen Wochen ein Stück weit ausgleichen. Der kleinere Koalitionspartner der SPD legte ebenfalls um zwei Punkte zu und schafft 14 Prozent. Die FDP erhält drei Prozent (minus eins), die sonstigen Parteien sieben Prozent (minus 1).

Für den Berlin-Trend befragte Infratest dimap zwischen dem 1. und 4. Juli 2011 1000 wahlberechtigte Berliner per Telefon.

Die rot-rote Koalition aus SPD und Linken hat mit zusammen 43 Prozent zweieinhalb Monate vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus am 18. September keine Mehrheit im Landesparlament. Möglich wären Bündnisse zwischen SPD und Grünen beziehungsweise der CDU, aber auch zwischen Grünen und CDU.

In den Augen der Befragten ist der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit unverändert der beliebteste Politiker der Stadt. 58 Prozent zeigten sich mit seiner Arbeit eher zufrieden oder sehr zufrieden (plus eins). Seine Herausforderin Renate Künast hat hingegen weiter Sympathien eingebüßt. Nur noch 42 Prozent, vier Punkte weniger als im Vormonat, bewerteten die Arbeit der Bundestags-Fraktionschefin positiv.