Hoffest des Senats

Steuerzahlerbund wirft Senat Irreführung vor

Zum Hoffest des Berliner Senats werden wieder tausende Gäste erwatet. Doch nicht alle freuen sich über die Party. Der Steuerzahlerbund bemängelt, dass - anders als angekündigt - die Bürger mit für die Lustbarkeit aufkommen.

Der Steuerzahlerbund hat den Senat für sein Hoffest mit mehreren tausend Gästen kritisiert. Der Vorsitzende des Berliner Steuerzahlerbundes, Alexander Kraus, warf dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vor, er führe die Bürger bewusst in die Irre, wenn er sage, das Fest werde komplett von Sponsoren finanziert.

Unter den Sponsoren seien zahlreiche Landesunternehmen wie die Verkehrsbetriebe BVG und die Stadtreinigung BSR. Auf diesem Weg würde auch Geld der Steuer- und Gebührenzahler in das Fest am Dienstagabend in den Innenhöfen des Roten Rathauses fließen.

Zu dem traditionellen Fest werden mehr als tausend Gäste erwartet, darunter auch zahlreiche Prominente. Angemeldet haben sich etwa der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, Linke-Fraktionschef Gregor Gysi, die Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast und der Berliner CDU-Fraktionschef Frank Henkel. Auch Schauspieler wie Peter Lohmeyer oder Moderatoren wie Dieter Moor wollten kommen.

Im Hof des Rathauses und auf Straßen um das Gebäude gibt es zahlreiche Auftritte von Berliner Künstlern und ab Mitternacht im Rathauskeller eine große Party. Das Fest findet sonst im September statt, wegen der Abgeordnetenhauswahl am 18. September wurde es aber in diesem Jahr vorgezogen.