Intensivfahndung

Berliner Polizei nimmt Terrorverdächtigen fest

Eine Spezialeinheit der Berliner Polizei hat einen mutmaßlichen Helfer von tschetschenischen Terroristen gefasst. Der 35-jährige Russe soll die radikal-islamische Terrororganisation Jamaat Shariat unterstützt haben.

Die Berliner Polizei hat als Rechtshilfe für Tschechien einen Terrorverdächtigen aus Russland festgenommen. Der 35-Jährige stehe im Verdacht, zwischen September 2008 und August 2010 die radikalislamische Organisation „Jamaat Shariat“ unterstützt zu haben, teilte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Der Mann soll als Kurier gefälschte Dokumente zwischen Deutschland und Tschechien transportiert haben. Die gefälschten Dokumente sollen laut Staatsanwaltschaft sowohl der Schleusung von Rekruten wie auch der Finanzierung des Kaufs von Waffen und Sprengstoff für terroristische Aktivitäten in Tschetschenien und Dagestan gedient haben.

Bereits am 3. Juni war den Angaben zufolge ein mutmaßlicher Mittäter des Tatverdächtigen im Rahmen einer bundesweiten Durchsuchungsaktion ebenfalls in Berlin ergriffen und in Auslieferungshaft gebracht worden. Die intensive Fahndung der Generalstaatsanwaltschaft und des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin habe nun erneut zum Erfolg geführt.

Aufgrund des bereits vorliegenden Europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Prag wird der 35-Jährige dem Bereitschaftsgericht vorgeführt, wie der Sprecher weiter mitteilte. Da der Tatschwerpunkt in Tschechien liege, sei mit einer baldigen Auslieferung beider Tatverdächtiger an die tschechischen Behörden zu rechnen.