Mordprozess

Lebenslange Haft für eifersüchtigen Spanier

Theodoro M. war extra aus Spanien angereist, um seinen Nebenbuhler aus dem Weg zu räumen. Jetzt muss der von Eifersucht getriebene Täter lebenslang wegen Mordes hinter Gitter.

Foto: Steffen Pletl

Ein 47 Jahre alter Elektroniker muss wegen Mordes aus Eifersucht lebenslang in Haft. Das Berliner Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Spanier Theodoro M. seinen Nebenbuhler aus Eifersucht heimtückisch getötet hat. Die Version eines Unglücks bei einer Rangelei sei widerlegt.

Der Angeklagte aus einem kleinen Ort bei Madrid war nach Berlin geflogen und hatte den Jugendfreund seiner Ehefrau im November 2010 in der Nähe von dessen Wilmersdorfer Wohnung erstochen. Der Musiker war verblutet.

Der Spanier hatte herausgefunden, dass seine Ehefrau und das spätere Opfer, der Berliner Musiker Bernhard K., per E-Mail und SMS Liebesbotschaften austauschten. Daraufhin soll er im November 2010 nach Berlin geflogen sein und in der Nähe der Wohnung des Musikers im Stadtteil Wilmersdorf gewartet haben.

Als der Mann gegen Mitternacht nach Hause kam, versetzte ihm der Angeklagte den tödlichen Stich. Der Musiker habe keine Chance gehabt, erklärte der Staatsanwalt. Der Vater von zwei kleinen Kindern verblutete im Krankenhaus.

Der Berliner und die Frau des mutmaßlichen Täters kannten sich aus der gemeinsamen Schulzeit in Athen. Er hatte die 45-Jährige im Internet ausfindig gemacht. Ihre alte Jugendliebe flammte wider auf. Der Musiker lebte einvernehmlich getrennt von seiner Frau.