Prozess

Lange Haftstrafen nach Raub in Juweliergeschäft

In diesem Fall folgt die Strafe nur wenige Wochen nach der Tat. Zwei Männer müssen für mehrere Jahre in Haft, weil sie im April einen Berliner Juwelier verletzt und ausgeraubt hatten.

Knapp sieben Wochen nach dem Überfall auf ein Juweliergeschäft in Berlin-Neukölln sind zwei Männer zu Haftstrafen von jeweils fünf Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach die 29 und 34 Jahre alten Angeklagten am Dienstag des besonders schweren Raubes schuldig. Ende April 2011 hatte das Duo an der Sonnenallee ein Juweliergeschäft überfallen, um Schmuck im Wert von 50.000 Euro zu erbeuten.

Dabei hatte der ältere Angeklagte dem 72 Jahre alten Ladeninhaber mit einer Waffe ins Gesicht geschlagen und ihn auf die Toilette gezerrt, während sein Komplize die Vitrinen mit einem Hammer einschlug und den Schmuck einsteckte. Eine Passantin hatte die Männer allerdings beobachtet, wie sie vor dem Laden ihre Masken aufsetzten und die Polizei alarmiert. Die Angeklagten wurden noch im Geschäft festgenommen.

Der 72-Jährige hatte bei em Überfall eine Lendenwirbelfraktur sowie eine Platzwunde erlitten. Im Prozess waren die Angeklagten umfassend geständig. Nach Aussage des 29-Jährige kam er auf die Idee zum Überfall, weil er Schulden hatte. Beide Männer waren bislang nicht vorbestraft.