Warnstreiks

Wieder Chaos im Berufsverkehr - nun bei der BVG

Fahrgäste der Berliner Verkehrbetriebe (BVG) müssen sich am Donnerstagmorgen auf Behinderungen einstellen - besonders in der U-Bahn. Wegen Streikaktionen warnt die BVG vor Verspätungen, längeren Takten und sogar dem Totalausfall einer Linie.

Bei der Berliner U-Bahn drohen am Donnerstag im Frühverkehr massive Einschränkungen. Die Gewerkschaft dbb Beamtenbund und Tarifunion hat für die Zeit von 3 bis 10 Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen. Wegen Streikaktionen warnen die Berliner Verkehrbetriebe (BVG) vor dem Ausfall der U-Bahnlinie U4 und längeren Takten auf den Linien U3, U5, U7 und U8. Dort werden die U-Bahnen voraussichtlich nur alle 20 bis 30 Minuten verkehren, wie die BVG mittelte.

Die Verkehrsbetriebe wollen sich bemühen, auf der U1 und U2 den Verkehr stabil zu halten. Die beiden Linien sind aber wegen Bauarbeiten bereits erheblich beeinträchtigt. Die U6 und U9 sollen im 10-Minuten-Takt verkehren. Die BVG könne dies aber nicht garantieren, hieß es. Möglicherweise müsse auch im Busverkehr mit Störungen gerechnet werden. Die Straßenbahnen sollen laut BVG nach Plan fahren.

BVG-Chefin Evelyn Nikutta kritisierte den kurzfristig angekündigten Warnstreik. „Ich habe kein Verständnis für diesen Warnstreik, der von der dbb-Tarifunion auf dem Rücken unserer Fahrgäste ausgetragen wird“, sagte Nikutta. BVG und Gewerkschaften verhandeln derzeit über einen neuen Rahmentarifvertrag. Nach Angaben des BVG-Vorstandes ist der Warnstreik umso unverständlicher, da die Verhandlungen planmäßig verlaufen und es nicht um konkrete Gehaltsforderungen geht. „Es gibt derzeit eine klare Vereinbarung zwischen den Verhandlungsführern über das weitere Vorgehen“, sagte BVG-Personalvorstand Lothar Zweiniger.