Baustart

Berlin bekommt neue S-Bahnlinie S21

Der Bund investiert 110 Millionen Euro in die S-Bahn-Anbindung des Berliner Hauptbahnhofs in Nord-Süd-Richtung. Am Montag wird mit dem Bau der S21 begonnen.

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Am Berliner Hauptbahnhof wird an diesem Montag mit dem Bau der neuen S-Bahnlinie S21 begonnen. Wie beim gleichnamigen Bahnprojekt Stuttgart 21 soll auch in der Hauptstadt unterirdisch gebaut werden. Mit der neuen Strecke wird der zentrale Berliner Bahnhof in Nord-Süd-Richtung an das S-Bahn-Netz angeschlossen, wie das Bundesverkehrsministerium am Sonnabend mitteilte. Bislang können Reisende vom Hauptbahnhof aus nur über die Ost-West-Achse der Stadtbahn mit der S-Bahn fahren.

Die Gesamtkosten für die neue Strecke liegen nach Angaben des Verkehrsministeriums bei rund 350 Millionen Euro. Der Bund fördert die erste Baustufe mit 110 Millionen Euro. Sie verläuft zunächst unterirdisch in nördlicher Richtung zum S-Bahn-Ring. Später soll die neue Strecke nach Süden verlängert werden, in Richtung Potsdamer Platz. Die genaue Linienführung soll am Montag bekanntgegeben werden.

Der Bund trage dazu bei, „den öffentlichen Nahverkehr in Berlin weiter zu verbessern und die wichtigsten Verkehrsknotenpunkte besser miteinander zu vernetzen“, wurde der parlamentarische Staatssekretär aus dem Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, zitiert. Das Ministerium komme für den größten Teil der Kosten des ersten Bauabschnitts auf, hieß es.

Gleichzeitig beginnen am Montag in der Invalidenstraße die Arbeiten zur Verlängerung der Straßenbahn ebenfalls zum Hauptbahnhof. Die neue Strecke soll den zentralen Umsteigeplatz über den Nordbahnhof mit dem Tramnetz verbinden.

Mit einem symbolischen Spatenstich werden am Montag auf dem nordwestlichen Vorplatz des Hauptbahnhofs die Arbeiten an der S-Bahn-Trasse sowie der Straßenbahnlinie begonnen. Erwartet werden dazu Berlins Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD), Staatssekretär Ferlemann vom Bundesministerium, die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Nikutta, und der Bahn-Bevollmächtigte für Berlin, Ingulf Leuschel.