Tierschutz

Illegale Perserkatzen vor Online-Verkauf gerettet

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In Spandau ist eine enorme illegale Perserkatzenzucht ausgehoben worden. Eine Frau hatte eine unüberschaubare Anzahl an Katzenbabys, viele Jungtiere litten unter Krankheiten. Die Paarungs-Dienste des Katers bot sie im Internet für 80 Euro an.

Eine illegale Perserkatzenzucht in Spandau hat die Tierschutzorganisation "Aktion Tier“ aufgedeckt. In der geräumigen Spandauer Wohnung einer Frau fanden die Kontrolleure neben einigen Vögeln und zwei Hunden zehn erwachsene Katzen sowie eine unüberschaubare Anzahl an Katzenbabys, wie eine „Aktion Tier“-Sprecherin am Freitag mitteilte. Viele Jungtiere litten demnach unter Durchfall. Bei einem derart großen Katzenbestand verbreiteten sich Infektionen äußerst schnell, hieß es. Die Frau sei bei der zuständigen Veterinärbehörde angezeigt worden.

Den Tierschützern zufolge züchtet die Frau mindestens seit fünf Jahren mit acht Katzen und zwei Katern. Zu Beginn des Jahres hätten vier Katzen allein insgesamt 19 Junge zur Welt gebracht, betonte die Sprecherin. Jährlich würden schätzungsweise mindestens 64 Junge geboren. Im Internet würden die Tiere für jeweils 250 Euro angeboten. Zudem biete die illegale Züchterin die Dienste der Perserkaters für 80 Euro pro Deckakt an.

Die Frau hat den Angaben zufolge keine erforderliche tierschutzrechtliche Genehmigung für die Zucht, kritisierte die Tierschutzorganisation. Nach dem Gesetz ist eine Katzenzucht ab fünf fortpflanzungsfähigen Katzen gewerbsmäßig und bedarf der Erlaubnis der zuständigen Veterinärbehörde.

„Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V.“ ist nach eigenen Angaben deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen und will die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam machen.

( ddp/toto )