"Wer wird Millionär?"

Brandenburger gewinnt bei Jauch 500.000 Euro

Nicht immer ernten die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln. In der RTL-Quizsendung "Wer wird Millionär?" hat ein Landwirt aus Ludwigsfelde bei Günther Jauch 500.000 Euro erspielt - und er kannte sogar die Antwort auf die Millionen-Frage.

Eigentlich könnte Kartoffelbauer Christian Brückner Millionär sein. Doch bei der alles entscheidenden Frage in der Rate-Show „Wer wird Millionär?“ von Günther Jauch stieg er lieber aus, als zu pokern. So blieb es bei 500.000 Euro. Doch für den 41-Jährigen aus Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) ist auch so ein Traum in Erfüllung gegangen.

Normalerweise verkauft Brückner seine Kartoffeln auf dem Wochenmarkt am Wittenbergplatz, in Ludwigsfelde oder in Kleinmachnow, und das schon seit elf Jahren. Er liebt seinen Job. Doch das Sprichwort vom „dümmsten Bauer mit den größten Kartoffeln“ gilt bei Brückner eindeutig nicht. Brückner hat sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg geschafft, sein Geschichts-Studium aber abgebrochen, weil er zu bodenständig sei.

Und er liest viel, sehr viel. „Seit ich lesen kann, lese ich Bücher“, sagt er. Bereits bei der Sendung am 13. Mai hatte er sich bis zu Frage elf (32.000 Euro) vorgeraten und da noch zwei Joker im Ärmel. Die konnte er gut bei der 500.000-Frage gebrauchen: „Pachisi gilt als Vorläufer von…“ Die richtige Antwort lautete „Mensch ärgere dich nicht.“

Bei der Millionen-Frage war er sich schließlich nicht mehr sicher – und gab auf, obwohl er die richtige Antwort getippt hätte: „Wie viel Finderlohn steht laut §971 BGB dem ehrlichen Finder von 1 Million Euro zu?“ Die richtige Antwort: 30.010 Euro.

Ärgern tut sich Brückner jedenfalls nicht. Und seinen Marktstand will er auch weiter betreiben. Ein bisschen was möchte sich der 41-Jährige aber schon gönnen. „Im Sommer wird eine Party steigen“, sagte er. „Meine Freundin bekommt 50.000 Euro zur freien Verfügung, mit weiteren 50.000 Euro gedenke ich Freunden zu helfen, die in Not sind. 50.000 Euro halte ich für die Firma zurück. Ansonsten geht viel in die Altersvorsorge.“ alu