Winterkriminalität

Polizisten geraten in massive Schneeballschlacht

Schneebälle statt Fäuste: Zwei Streifenpolizisten sind in der Nacht zum ersten Weihnachtstag in eine Schneeballschlacht verwickelt worden. Wegen einer Prügelei gerufen, wurden sie plötzlich von 40 Jugendlichen mit Schneebällen beworfen. Verletzt wurde niemand.

Zwei Polizisten sind in der Nacht zum Samstag im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Jugendlichen angegriffen worden. Die Streifenbeamten waren nach Angaben eines Polizeisprechers gegen 2.00 Uhr zum Reichweindamm gerufen worden, weil Zeugen von dort eine Schlägerei gemeldet hatten. Als die Polizisten in ihrem Streifenwagen anrückten, reagierten die Jugendlichen aggressiv und bedrohten die Beamten.

Die Polizisten stiegen daraufhin aus ihrem Fahrzeug und gingen auf die Gruppe zu. In dem Moment forderte ein 19-Jähriger die anderen Jugendlichen zum Angriff auf. Plötzlich liefen rund 25 Personen auf die Beamten zu und bewarfen sie mit Schneebällen. Die Gruppe der Angreifer wuchs auf rund 40 Personen an. Die Polizisten setzten schließlich Pfefferspray ein, um sich zu wehren.

Die Angreifer flüchteten in die Bernhard-Lichtenberg-Straße. Einige stiegen in einen Bus der Linie M21. Zur Unterstützung angeforderte Polizisten einer Einsatzhundertschaft stoppten den Bus und kontrollierten die Insassen. Die beiden angegriffenen Beamten erkannten den 19-Jährigen wieder, der zu dem Angriff aufgerufen hatte. Zudem identifizierten sie einen 16-Jährigen, der sie bei der Rangelei gewaltsam am Arm festgehalten hatte. Während der Überprüfungen in dem Bus beleidigte ein 17-Jähriger außerdem eine Polizistin.

Den 16-Jährigen brachten die Beamten zu einem Polizeiabschnitt. Von dort aus wurde er nach Rücksprache mit seinen Eltern entlassen. Die beiden Älteren wurden nach Aufnahme der Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen die Jugendlichen laufen nun Strafermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs und Beleidigung ein. Verletzt wurde niemand.