Grüner Daumen

JVA-Mitarbeiter mit blühender Cannabis-Plantage

Rauschgiftfahnder der Berliner Polizei haben in Lichtenrade eine in großem Maße betriebene Cannabisplantage ausgehoben und zwei mutmaßliche Drogendealer festgenommen. Einer der Freizeit-Farmer war Gefängnismitarbeiter in Tegel.

Gegen einen Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Tegel ist am Donnerstag wegen Drogenhandels Haftbefehl erlassen worden. Der 47-Jährige war am Mittwochabend zusammen mit einem 29 Jahre alten Komplizen nach längeren Ermittlungen der Polizei in Lichtenrade festgenommen worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag gemeinsam mitteilten.

In einer Lagerhalle in dem Stadtteil hatten die Beamten eine professionell angelegte Cannabis-Plantage mit knapp 2500 Pflanzen, fast 3000 Setzlingen sowie Licht-, Lüftungs- und Bewässerungsanlagen gefunden.

Elf Kilogramm Marihuana im Wert von 50.000 Euro seien in Form von Cannabisblüten für den Verkauf vorbereitet gewesen, hieß es in der Mitteilung. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen fanden die Beamten weitere 1,3 Kilogramm Marihuana. Zudem stellte die Polizei 36.000 Euro an Bargeld sicher.

Laut einer Sprecherin der Berliner Staatsanwalt gibt es bisher keine Anhaltspunkte dafür, dass der 47-Jährige in der JVA mit Drogen gehandelt hat. Gleichwohl lasse die Plantage und die große Menge an Bargeld auf einen professionellen Drogenhandel schließen.

Der Mann habe bei fortdauerndem Beschäftigungsverhältnis seinen Dienst in der JVA seit Februar nicht mehr ausgeübt, allerdings aus Gründen, die nichts mit den Anschuldigungen zu tun hätten, fügte die Sprecherin hinzu. Gegen den mutmaßlichen Komplizen wurde ebenfalls Haftbefehl erlassen.