Urteil

Geldautomat gesprengt - Räuber müssen in Haft

Anfang Januar haben zwei Männer einen Geldautomaten der Sparkasse im brandenburgischen Lindow gesprengt. Doch die Berliner Polizei war ihnen längst auf der Spur und fasste die beiden unmittelbar nach der Tat. Nun wurden die Bankräuber verurteilt.

Zwei Männer, die einen Geldautomaten in einer Bank gesprengt hatten, müssen dreieinhalb und fünf Jahre in Haft. Das Berliner Landgericht verurteilte die Komplizen im Alter von 28 und 44 Jahren am Mittwoch wegen versuchten Diebstahls und Herbeiführens einer Explosion.

Die mit Gummimasken vermummten Männer wurden nach dem Verlassen der Sparkasse im brandenburgischen Lindow von einer Spezialeinheit der Berliner Polizei gestellt. Das bewaffnete Duo war am 3. Januar in einem gestohlenen Auto zum Tatort gefahren. Aus der erhofften Beute von 130.000 Euro wurde nichts. Die Männer waren fast die gesamte Zeit im Visier der Polizei.

Der ältere Angeklagte war nach Verbüßung einer langjährigen Haftstrafe wegen Raubes und Körperverletzung erst drei Monate in Freiheit. Der 44-jährige Elektroniker hatte keinen Job gefunden und es mangelte an Geld. „Nach zwölf Jahren in der Zelle kam ich mir vor wie auf einem anderen Planeten“, erklärte der Mann die Situation aus seiner Sicht. Der Druck war groß und Silvester war es soweit: „Jetzt oder nie“, hatte sich der Berliner gesagt. Der 28-Jährige, der aus Kyritz stammt, brauchte eigenen Angaben nach Geld für seinen Drogenkonsum.

An dem Geldautomaten war ein Sachschaden von rund 25.000 Euro entstanden. Der 44-Jährige wurde bei der Festnahme leicht verletzt, weil er sich gewehrt hatte. Die Strafe für den Elektroniker fiel wegen seiner massiven Vorstrafen höher aus. Seit der Mann strafmündig ist, kam es immer wieder zu kriminellen Taten. Strafmildernd wirkte sich das Geständnis aus.