Neuer Wettbewerb

Berlin sucht wieder das perfekte Einheitsdenkmal

Es gibt einen zweiten Versuch. Ab Februar können sich Künstler und Architekten mit neuen Entwürfen für ein Einheitsdenkmal in Berlin bewerben. Bis zum 3. Oktober soll ein Sieger feststehen. Die Ideen aus dem ersten Wettbewerb hatten Jury-Mitglieder als "naiv" oder gar "Schrott" bezeichnet.

Nach der Pleite beim ersten Wettbewerb für ein Einheitsdenkmal auf dem Berliner Schloßplatz soll es ab Februar einen zweiten Anlauf geben. Zunächst können sich in einem offenen Verfahren Künstler und Architekten bewerben, von denen dann ein Gremium einige für den eigentlichen Wettbewerb auswählt, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). Der Siegerentwurf solle möglichst am 3. Oktober 2010 präsentiert werden. Die Einweihung wird noch in dieser Legislaturperiode angestrebt. Der erste Wettbewerb war 2009 gescheitert, weil von den 532 eingereichten Entwürfen keiner den Anforderungen standhielt.

Neumann sagte, die inhaltlichen Anforderungen würden nun schlanker. „Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass die erste Ausschreibung völlig überladen war. Da sollte ja die gesamte Freiheitsgeschichte ab 1848 bis jetzt gewürdigt werden." Nun liege der Schwerpunkt auf der friedlichen Revolution, dem Fall der Mauer bis hin zur Wiedervereinigung. Ein Bezug zu Leipzig sei nicht mehr nötig, da die Stadt ein eigenen Denkmal bekomme. Auch auch ein Informationsort sei kein Thema mehr.

Der Bundestag hat für den Bau 15 Millionen Euro bewilligt. Ein Teil davon ist aber für das Denkmal in Leipzig.

Alle 532 eingereichten Arbeiten des gescheiterten Wettbewerbs für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin können auch im Internet begutachtet werden.