Attacke auf Polizeiwache

10.000 Euro Belohnung für Hinweise auf Anschlag

Einen Monat nach dem Brandanschlag auf eine Polizeiwache in Berlin-Friedrichshain hat die Bundesanwaltschaft 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Es wird wegen des Verdachts des versuchten gemeinschaftlichen Mordes ermittelt.

Vier Wochen nach dem Anschlag auf eine Polizeidienststelle in Berlin hat die Bundesanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung der Täter ausgelobt. Zudem werde auf Plakaten um Mithilfe gebeten, teilte die Berliner Polizei mit. Von Bedeutung seien insbesondere Hinweise zu den Tätern und zu den bei dem Angriff verwendeten Gegenständen.

Nach der Attacke auf den Polizeiabschnitt 51 in der Wedekindstraße im Stadtteil Friedrichshain ermittelt die Bundesanwaltschaft unter anderem wegen des Verdachts des versuchten gemeinschaftlichen Mordes.

Laut Polizei beteiligten sich mindestens sechs vermummte Personen an dem Brandanschlag am 11. April. Sie warfen sechs Glasflaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit in den Eingangsbereich der Polizeidienststelle, zwei davon in den als Eingangsschleuse genutzten Vorraum. Anschließend entzündeten sie die brennbare Flüssigkeit mit zwei Feuerwerkskörpern. Es entstanden mehrere etwa zwei Meter hohe Stichflammen. In der Eingangsschleuse befand sich zum Tatzeitraum ein Gebäudereiniger.

Nach Ansicht der Bundesanwaltschaft war für die Täter erkennbar, dass sich in dem Raum eine Person aufhielt und durch den Brandanschlag in akute Lebensgefahr geriet. Nach der Tat flüchteten die Maskierten auf Fahrrädern. Zuvor hatten sie an vier Straßenkreuzungen sogenannte Krähenfüße ausgelegt und Warndreiecke aufgestellt. Einen Tag später bekannten sich die „autonomen gruppen“ in einem Selbstbezichtigungsschreiben zu dem Brandanschlag.

Hinweise nehmen das Bundeskriminalamt unter der Telefonnummer 030/5361 – 22042 und jede andere Polizeidienststelle entgegen. Es besteht auch die Möglichkeit, Hinweise vertraulich zu behandeln.

( dapd/dpa/tj )