Kriminalität

Der Alexanderplatz ist der gefährlichste U-Bahnhof

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Trauriger Rekord: Am U-Bahnhof Alexanderplatz in Mitte wurden die meisten Straftaten im Berliner Nahverkehr verübt.

Die Station Alexanderplatz ist der U-Bahnhof mit den meisten Kriminaldelikten in Berlin. 362 Einsätze der Polizei gab es dort im vergangenen Jahr - darunter 79 Mal wegen Körperverletzungen und 67 Mal wegen Taschendiebstählen, wie die Zeitung „Berliner Kurier“ schreibt. Das Blatt beruft sich auf eine aktuelle Kriminalstatistik aus dem Stab des Polizeipräsidenten.

Danach rangiert auf der Liste der Brennpunkt-U-Bahnhöfe das Kottbusser Tor mit 321 registrierten Taten auf Platz zwei. Knapp dahinter mit 320 Fällen liegt der U-Bahnhof Zoologischer Garten. Alle drei Bahnhöfe sind Umsteige-Stationen mit vielen Reisenden.

Eine Polizeisprecherin konnte die Zahlen zunächst nicht bestätigen. Sie stammen laut „Berliner Kurier“ aus dem Polizeipapier „Sicherheit ÖPNV - Einsatzlage Schwerpunktbahnhöfe“ von Anfang Mai, wonach sich an den rund 170 Berliner U-Bahnhöfen 2010 insgesamt 7472 Straftaten ereigneten.

Nach einigen brutalen Überfallen war zuletzt eine Debatte über die Sicherheit an den U-Bahnhöfen entbrannt. Neuerdings gehen Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wieder gemeinsam mit Polizisten in den Stationen auf Streife , um weitere Übergriffe zu verhindern.