Berliner Nahverkehr

Viertel der S-Bahn-Wagen weiter nicht fahrtüchtig

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Die Berliner S-Bahn ist von einer Rückkehr zum Normalbetrieb nach wie vor weit entfernt. Nach Angaben des VBB ist man von der Einhaltung des Notfallplans weit entfernt. Selbst im Frühling.

Aktuell stehen bei der Berliner S-Bahn nur 74 Prozent der Fahrzeuge zur Verfügung, sagte der Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB), Werner Franz, am Montag zum Auftakt der alljährlichen Regionalkonferenz des VBB. Das entspricht 416 von 562 Viertelzügen. Franz lobte zugleich den „großen Einsatz“ der S-Bahn-Mitarbeiter.

Selbst für den gültigen Notfahrplan der S-Bahn stünden seit Ende März nicht ausreichend Züge bereit, sagte Franz. Er kritisierte insbesondere den S-Bahn-Mutterkonzern Deutsche Bahn scharf: „Seit Mitte 2010 gibt es keinen nennenswerten Zuwachs an verfügbaren Fahrzeugen. Die S-Bahn und die Deutsche Bahn AG als Eigentümerin müssen dringend ihre Anstrengungen weiter intensivieren, um ihr selbst erklärtes Ziel, zum Jahresende 2011 rund 500 Viertelzüge bereitzustellen, zu erreichen.“

Im Jahresverlauf müsse es endlich substanzielle Verbesserungen geben. Franz forderte mehr einsatzbereite Fahrzeuge und mehr Kapazitäten im Werkstatt- und Personalbereich.

Die S-Bahn kämpft seit knapp zwei Jahren mit Wartungsmängeln. Fahrgäste müssen zum Teil erhebliche Ausfälle, längere Wartezeiten und verkürzte Züge in Kauf nehmen. Bereits mehrfach billigte das Unternehmen den Kunden Entschädigungsleistungen zu.