Kind überfahren

Tödlicher Tram-Unfall gibt Rätsel auf

Bei einem Tram-Unfall ist in Wedding ein zweijähriger Junge getötet worden. Die Mutter und ihr sechsjähriger Sohn wurden schwer verletzt. Der Übergang war erst kürzlich gesichert worden.

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Bei einem schweren Verkehrsunfall in Wedding mit einer Straßenbahn ist ein Kind tödlich verletzt worden.

Video: S. Pletl
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Der tragische Straßenbahn-Unfall mit einem getöteten Kind in Berlin-Wedding stellt die Polizei vor ein Rätsel. Auch einen Tag nach dem Unglück ist unklar, warum die 26-jährige Mutter mit ihren beiden Söhnen die Tramgleise kreuzte, obwohl sie die herannahende Bahn hätte sehen müssen.

Bei dem Unglück an der Osloer Ecke Wriezener Straße waren am Montagnachmittag die Frau und die beiden Kinder überfahren worden. Der zweijährige Sohn starb noch am Unfallort, die Mutter und der sechsjährige Sohn wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. "Man kann da eigentlich ganz gut sehen“, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag.

Die Mutter hatte versucht, einen sogenannten Z-Übergang zu kreuzen, bei dem ein entgegenkommender Zug zwangsläufig zu sehen ist. Die Übergänge waren errichtet worden, weil es immer wieder Unfälle mit Fußgängern an dieser Stelle gegeben hatte.

Nach Angaben der Polizei kamen in diesem Jahr in Berlin bereits drei Menschen bei Unfällen mit Straßenbahnen ums Leben. 2009 starben ein Fußgänger und ein Radfahrer beim Zusammenstoß mit einer Tram. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 302 Unfälle mit Straßenbahnen.

Auch für die Tram-Fahrer sind solche Unfälle häufig traumatisch. Der 62-Jährige, der die Tram bei dem Unfall am Montag gesteuert hatte, erlitt nach Angaben der Polizei einen Schock. Er musste im Krankenhaus von einem Seelsorger betreut werden. Die Insassen der Tram blieben unverletzt.