Zwangsverwalter

Kunsthaus Tacheles wird eingemauert

Im Rundbogen des Kunsthauses an der Oranienburger Straße in Mitte ist eine rund zwei Meter hohe Mauer errichtet worden. Der Verein Tacheles zeigt sich unbeeindruckt und geht davon aus, dass der Zwangsverwalter diese bald wieder abreißen muss.

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Erst rollten die Bagger an und räumten das Biotop und die Kunstwerke im Hinterhof ab, dann kamen am Dienstag die Maurer und verschlossen die Tordurchfahrt des Kunsthauses Tacheles an der Oranienburger Straße.

Eine der beiden verfeindeten Gruppen, die das Tacheles nutzten, war in der vergangenen Woche ausgezogen, nachdem ihr über eine Anwaltskanzlei im Auftrag eines anonymen Geldgebers eine Million Euro überwiesen worden war.

Doch die noch in der Kaufhausruine verbliebenen Künstler geben sich weiter kämpferisch: „Wir bleiben im Haus, Besucher sind willkommen“, so Martin Reiter vom Verein Tacheles. Er sei sicher, dass der von der HSH-Nordbank eingesetzte Zwangsverwalter die zwei Meter hohe Mauer bald wieder abreißen lassen müsse. „Sie versperrt die Feuerwehrzufahrt, das darf nicht sein“, sagt Reiter.