Energieversorger

Vattenfall-Kraftwerk verfeuert künftig Biomasse

An der Rummelsburger Bucht sollen bis 2019 zwei Biomasse-Kraftwerke gebaut werden. Dafür werden große Mengen an Holz aus dem Ausland benötigt. Nach deutlicher Kritik an dem Verfahren konnten sich der Berliner Senat und Vattenfall nun auf Nachhaltigkeitskriterien einigen.

Der Berliner Senat und der Energieversorger Vattenfall haben sich auf Nachhaltigkeitskriterien für die Biomasse geeinigt, die künftig im neuen Kraftwerk Klingenberg verfeuert wird. Der Betreiber will dort große Mengen Holz aus dem Ausland verbrennen. Daran hatte es Kritik gegeben. Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) und Vattenfall Europe-Chef Tuomo Hatakka wollen an diesem Freitag eine Vereinbarung dazu unterzeichnen und dann auch Einzelheiten nennen.

Vattenfall hatte im vergangenen Jahr angekündigt, beim Import der Biomasse Wert auf soziale Standards, nachhaltige Entwicklung und die Einsparung von Kohlendioxid zu legen. Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) forderte ökologische Vernunft.

Am Standort des Kraftwerks Klingenberg an der Rummelsburger Bucht entsteht bis 2016 ein gasbetriebenes Heizkraftwerk. Bis 2017 und 2019 sind dort zudem zwei neue Biomasse-Kraftwerke geplant. Bei Bekanntgabe des Vorhabens ging Vattenfall davon aus, dass dafür jährlich 400 000 Tonnen Biomasse – hauptsächlich Holz – gebraucht werden.