Nahverkehr

Berliner S-Bahn macht 50 Millionen Euro Verlust

Die krisengeplagte S-Bahn Berlin hat 2010 tiefrote Zahlen geschrieben. Das Minus hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht – und dabei sind Kosten wie Fahrgastentschädigungen nicht einmal eingerechnet.

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Der operative Verlust vor Zinsen und Steuern vergrößerte sich auf etwa 50 Millionen Euro nach minus 16 Millionen Euro 2009, wie der Finanzvorstand des Bahn-Mutterkonzerns, Richard Lutz, am Donnerstag sagte.

Dabei seien Bilanzbelastungen aus technischen Risiken und Entschädigungen für die Fahrgäste noch nicht einbezogen. Der Mutterkonzern habe das Defizit der S-Bahn ausgeglichen, was deren wirtschaftliche Existenz sichere. Die Tochter kann wegen massiver Technikprobleme seit fast zwei Jahren nur ein stark eingeschränktes Angebot fahren.

Bahn-Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg sagte, es werde weiter daran gearbeitet, die Folgen massiver konstruktiver Mängel bei Zügen der Baureihe 481/482 weitgehend abzumildern. Aus seiner Sicht werde es aber „nie mehr gelingen“, diese Fahrzeuge in einen Stand zu bringen, wie er von der Industrie zugesichert worden sei. „Wir werden bis zum Ende der Lebensdauer mit technischen Einschränkungen leben müssen.“