Fertigstellung

Verkehr rollt wieder über Spandauer-Damm-Brücke

Berlins Autofahrer können aufatmen: Nach fast drei Jahren Bauzeit ist am Montagmorgen die Spandauer-Damm-Brücke in Charlottenburg wieder vollständig für den Verkehr freigegeben worden.

Foto: JOERG KRAUTHOEFER

Pünktlich um 6.10 rollt am Montagmorgen der erste Bus der Linie M45 über die Spandauer-Damm-Brücke Richtung Innenstadt. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hatte fünf Minuten zuvor den Spandauer Damm nach 35 Monaten Bauzeit wieder für den Verkehr frei gegeben.

Dieser Brückenneubau bei fließendem Verkehr sei für alle "eine logistische Meisterleistung und eine große Herausforderung" gewesen, sagt Junge-Reyer. "Solche Brücken liebe ich. Hier investieren wir in die Stadt gleichermaßen in den Autoverkehr, den Fahrradverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr. Wir können stolz auf die Spandauer-Damm-Brücke sein."

Nur kurz nachdem die Senatorin das schwarz-rot-goldene Band zerschnitten hatte, rollten Autos und Busse in beiden Fahrtrichtungen über das Bauwerk. Voraussichtlich noch bis 13 Uhr wird es aber dauern, bis auch die Zu- und Abfahrten von und auf die Stadtautobahn frei befahrbar sind. Gegen 7 Uhr hatten Mitarbeiter damit begonnen, die Lichtzeichenanlagen neu zu programmieren. Während der schrittweisen Freigabe einzelner Kreuzungsbereiche regeln Polizeibeamte den Straßenverkehr. Es muss mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Der 36 Millionen Euro teure Neubau der Brücke sollte eigentlich schon vor Weihnachten freigegeben werden, doch heftige Wintereinbruch Anfang Dezember verhinderten dies.

Die Anfang der 60er Jahre errichtete 116 Meter lange und 39 Meter breite Brücke wurde 1963 in Betrieb genommen. Der Neubau besteht aus zwei eigenständigen Brückenbauwerken und wurde jeweils über die A100 und über die Bahnanlagen der Deutschen Bahn und der S-Bahn errichtet.

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