Kriminalität

Kabeldiebe sorgen für Störung bei Berliner S-Bahn

Kabeldiebe haben am Montagmorgen eine Signalstörung verursacht und dadurch den S-Bahnverkehr auf der Ost-West-Achse in Berlin teilweise mehrere Stunden lang beeinträchtigt.

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Nach Angaben der Deutschen Bahn haben Diebe in der Nacht zu Montag am Biesdorfer Kreuz in Friedrichsfelde Ost gut 15 Meter Signalkabel aus Kupfer gestohlen. Dadurch war der S-Bahnverkehr auf der Ost-West-Achse in Berlin teilweise mehrere Stunden lang beeinträchtigt. Erst am späten Vormittag fuhren alle Züge wieder nach dem gewohnten Fahrplan.

Aus Sicherheitsgründen mussten die Züge am Montag langsamer und in größeren Abständen fahren. Die S7 und S75 verkehrten nur alle 20 Minuten. Die S5 konnte zunächst nur auf der Stadtbahn zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof noch alle zehn Minuten fahren, später wurde der Zehn-Minuten-Takt aber wieder auf die Strecke bis Mahlow ausgedehnt.

Die Störung wurde morgens bei Betriebsbeginn gegen 4.30 Uhr entdeckt. Betroffen waren die S-Bahnlinien S5, S7 und S75. Die Kabeldiebe entkamen unerkannt. Bereits am vergangenen Samstag hatte die Bundespolizei in Hohenschönhausen drei Kabeldiebe aus Rumänien auf frischer Tat gefasst. Die drei 21, 22 und 31 Jahre alten Rumänen hatten in der Nacht zum Samstag 50 Meter Kupferkabel gestohlen, wie die Bundespolizei am Montag berichtete. Sie gingen Zivilfahndern am Bahnhof Wartenberg ins Netz. Das Trio hatte bereits vor einer Woche an der Bahnstrecke Blankenfelde-Diedersdorf Kabel durchtrennt. Der vorbestrafte 31-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft.

Erst am 16. März war es auf diesen drei S-Bahnlinien zu stundenlangen Unterbrechungen gekommen. Grund dafür waren zwei Kühlschränke gewesen, die Unbekannte kurz hinter dem Bahnhof Ostkreuz auf die Gleise geworfen hatten. Die Täter sind bisher noch nicht gefasst worden. Ein S-Bahnzug war beschädigt liegen geblieben, als sich ein Kühlschrank unter einem Wagen verkeilte.

Für Metall, insbesondere für Kupferdrähte, werden schon seit längerer Zeit im Schrotthandel gute Preise gezahlt.

Für Verdruss unter Fahrgästen sorgten auch Bauarbeiten an der Hochbahnstrecke der U-Bahnlinie 1 in Kreuzberg. Hier pendeln die Züge zwischen Kottbusser Tor und Gleisdreieck. Wer zum Wittenbergplatz weiterfahren will, muss auf dem Bahnhof Gleisdreieck in die U2 umsteigen. Die Bauarbeiten, die bis zum 1. April dauern sollen, waren zwar vorher bekanntgegeben worden, doch nicht jeder Fahrgast hatte die Nachricht mitbekommen und ärgerte sich nun über eine längere Fahrzeit als eingeplant.