Tempelhof

Forscher vermuten Heißwasserbecken unter Flughafen

Foto: David Heerde

Experten des Potsdamer Geoforschungszentrums vermuten Erdwärmevorkommen unter der ehemaligen Start- und Landebahn des früheren Flughafens Tempelhof. Geprüft werden soll nun, ob und inwieweit sich die Erdwärme Berlins zum Heizen von Gebäuden nutzen lässt.

Unter der ehemaligen Start- und Landebahn des früheren Flughafens Berlin-Tempelhof wird derzeit nach einem unterirdischen natürlichen Heißwasser-Reservoir gesucht. Experten vermuteten die Erdwärmevorkommen, die zum umweltfreundlichen Heizen von Gebäuden genutzt werden könnten, mehrere Kilometer unter der Erdoberfläche, teilte das Potsdamer Geoforschungszentrum (GFZ) am Donnerstag in Berlin mit.

Neben dem GFZ sind an dem Geothermie-Projekt der Berliner Gasversorger Gasag und das Europäische Energie-Forum (EUREF) beteiligt. Mit dem Pilotprojekt auf dem Tempelhofer Feld soll der Tiefen-Geothermie in Berlin zum Durchbruch verholfen werden, heißt es. Zudem soll ein Beitrag geleistet werden, dass die Bundeshauptstadt ihre Klimaschutzziele erreicht.

Berlin will den Angaben zufolge den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Die Suche nach den unterirdischen Heißwasser-Vorkommen erfolgt nicht durch Probebohrungen, sondern mit hochempfindlichen Messegeräten, die auf Schwingungen reagieren

Das Europäische Energie-Forum plant den Angaben zufolge auf dem Gelände des Gasometers in Schöneberg in den kommenden Jahren Berlins erstes CO2-neutrales Stadtquartier zu errichten. Dessen Heizenergie soll zum Großteil geothermisch gewonnen werden.

( epd/tj )