Nach Angriff

Zivilpolizist gibt mehrere Warnschüsse ab

In Berlin-Wedding musste sich ein Zivilpolizist gegen zwei 25 Jahre alte Angreifer mit mehreren Warnschüssen in den Boden wehren. Zwei Beamte wollten die Verdächtigen, die mit einem Stahlschrank unterwegs waren, überprüfen.

Ein Zivilpolizist hat in der Nacht zu Mittwoch in Berlin-Wedding mehrere Warnschüsse mit seiner Dienstpistole abgefeuert. Verletzt wurde niemand. Der Beamte hatte zuvor zwei Männer beobachtet, die einen Stahlschrank auf einem Kinderwagen aus einem Hauseingang in der Kiautschoustraße transportierten, wie die Polizei mitteilte. Als der Zivilpolizist einen 23 Jahre alten Türken festnehmen wollte, ging dessen Komplize, ein 25 Jahre alter Deutscher, mit Messer und Pfefferspray auf den Beamten los.

Daraufhin zog der Polizist seine Dienstwaffe und forderte den 25-Jährigen auf, Pfefferspray und Messer fallen zu lassen. Als dieser dem nicht nachkam, schoss der Beamte mehrmals in Richtung Boden. Der Zivilpolizist konnte den Angreifer anschließend nach erfolglosem Fluchtversuch festnehmen.

Bei der Überprüfung des Duos stellte sich heraus, dass gegen den 25-Jährigen zwei offene Haftbefehle wegen nicht bezahlter Geldstrafen vorlagen. In den Wohnungen der Festgenommenen fand die Polizei später Marihuana und Schreckschusswaffen. Den gestohlenen Stahlschrank konnten die Ermittler einem Geschäftseinbruch an der Kastanienallee vom 25. Februar 2011 zuordnen. Gegen die Tatverdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands und bewaffnetem Drogenhandel eingeleitet.