Straßenumzug

Tausende feiern in Berlin ausgelassen Karneval

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Unter dem Motto „Die Welt ist rund – Berlin ist bunt" hat sich der Karnevalszug mit 60 Festwagen und 2.500 Teilnehmern in Bewegung gesetzt.

Sonntagmittag setzte sich ein mehrstündiger Umzug mit 60 Festwagen und 2.500 Teilnehmern in Bewegung. Damit solle nicht der rheinische Karneval kopiert werden, sagte der Zugmarschall des Vereins Karnevals-Zug Berlin, Rolf Vieting. Vielmehr wolle der Verein „eigene Akzente setzen“. Vieting rechnete mit rund 800.000 Zuschauern. Genaue Zahlen sollten am Nachmittag bekannt gegeben werden.

Bei kühlem, aber sonnigem Winterwettern zogen farbenfrohe Wagen mit lautstarker Musik durch die Hauptstadt. Vereinzelt wurde die Politik aufs Korn genommen. Neben dem Chaos bei der Berliner S-Bahn forderte eine Gruppe, den bereits geschlossenen Flughafen Tempelhof unter Denkmalschutz zu stellen.

Der Umzug unter dem Motto „Die Welt ist rund – Berlin ist bunt“ fand dieses Jahr zum ersten Mal eine Woche vor dem eigentlichen Karnevalswochenende statt. Acht Tage vor Rosenmontag sei es einfacher gewesen, Gruppen aus dem Rheinland zu gewinnen, sagte Vieting. Mehr als 85 Vereine und Gruppen beteiligten sich am Höhepunkt des Berliner Straßenkarnevals.

Nach Angaben des Karnevalsvereins sollte sich der Umzug vom Ernst-Reuter-Platz rund um die Gedächtniskirche über den Tauentzien bewegen. Anschließend war eine After-Zug-Party in der Gotzkowskystraße in Moabit geplant.

Das Straßenfest wird seit 2001 jedes Jahr organisiert. Berliner Karnevalsumzüge lassen sich nach Vereinsangaben bis in die Zeit von Friedrich dem Großen zurückverfolgen. In der jüngeren Vergangenheit gab es zunächst von 1956 bis 1958 Faschingsparaden. Nach der Wiedervereinigung 1990 gab es vereinzelte Umzüge.

( dapd/tj )