Umbettung

Rio Reiser ruht nun in Berlin

Der "König von Deutschland" liegt jetzt in Berlin begraben. Rio Reisers Leichnam wurde auf den Alten St. Matthäus Friedhof in Schöneberg umgebettet. Zuvor lag das Grab auf seinem Hof im nordfriesischen Fresenhagen. Doch sein Bruder musste das Anwesen verkaufen.

Der 1996 gestorbene Musiker Rio Reiser ist vom schleswig-holsteinischen Fresenhagen auf einen Berliner Friedhof umgebettet worden. Reiser liegt nun auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg, wo am Freitag ein schlichter Grabstein auf die letzte Ruhestätte des Ton-Steine-Scherben-Sängers gelegt wurde. Reisers Bruder Gert Möbius hatte zuvor dem Nachrichtenportal news.de gesagt, der Künstler sei in seine Heimatstadt gebracht worden. Es habe am Freitag eine Trauerandacht im engsten Familienkreis gegeben.

Knapp 15 Jahre nach dem Tod des Sängers war der Bauernhof in Nordfriesland verkauft worden, wo Reiser bislang lag. Der alte Bauernhof in Fresenhagen war Kommune, Künstlerdomizil, Kreativzentrum und Pilgerstätte für Rio-Reiser-Fans. 1975 hatten sich die Scherben von der Berliner Hausbesetzer-Szene in die schleswig-holsteinische Provinz zurückgezogen.

In einem Interview Mitte Januar hatte Reisers Bruder Möbius zur neue Ruhestätte gesagt: „In der Gemeinde wurde Rio getauft, dort haben unsere Eltern geheiratet und auf dem Friedhof sind auch die Gebrüder Grimm beerdigt.“ Reisers Grab in Fresenhagen unter dem Apfelbaum wird eingeebnet, der reetgedeckte Friesenhof künftig von einer Jugendeinrichtung genutzt.

( dpa/ap )