Kleinmachnow

Mutmaßlicher Entführer ist Vater dreier Kinder

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft hat Einzelheiten zu der Entführung einer Vierjährigen in Kleinmachnow mitgeteilt. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen Mann aus Berlin, der selbst drei Kinder hat.

Bei dem mutmaßlichen Entführer von Kleinmachnow in Brandenburg handelt es sich um einen 44 Jahre alten Mann aus Berlin. Er ist Vater dreier Kinder und geschieden. Das teilte Brandenburgs Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) am Freitag in Potdam vor Journalisten mit. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann erpresserischen Menschenraub vor. Der 44-Jährige war am Donnerstagabend in Kleinmachnow festgenommen worden. Wenige Minuten zuvor war das Kind nach etwa 13 Stunden Geiselhaft freigekommen.

Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Gegen ihn wurde am Freitag Haftbefehl wegen erpresserischen Menschenraubes erlassen. Motiv seien offenbar Geldsorgen gewesen. Der Täter forderte den Angaben zufolge ein Lösegeld in Höhe von 60.000 Euro.

Schöneburg sagte, „wir sind sehr froh, dass der Fall so kurzfristig geklärt werden konnte“. Das Opfer habe weder seelisch noch körperlich Schaden genommen.

Das vierjährige Mädchen war am Donnerstag in einer Einfamilienhaussiedlung in Kleinmachnow südlich von Berlin entführt worden. Ein maskierter Mann hatte das Kind ergriffen und die 41 Jahre alte Mutter vor ihrem Wohnhaus mit einer Waffe bedroht.

Bevor er mit dem Mädchen in einem roten Kleinwagen flüchtete, drückte er der Frau einen Zettel mit Forderungen in die Hand. Am Abend kam es in Fürstenwalde/Spree (Oder-Spree) zur Übergabe von Lösegeld, etwa eine halbe Stunde später ließ der Mann sein Opfer frei. Spezialeinsatzkräfte der Polizei konnten noch am Abend gegen 21.30 Uhr den mutmaßlichen Entführer nach der Lösegeldübergabe festnehmen.

Eine Zeugin und die Mutter hätten gleich nach der Tat wichtige Hinweise zu dem Fluchtfahrzeug gegeben, die letztlich auch für den Erfolg der polizeilichen Arbeit mitentscheidend gewesen seien.