Kriminalitäts-Statistik

Deutlich weniger Wohnungseinbrüche in Berlin

Im Vergleich zum Vorjahr wurde in Berliner Wohnungen deutlich seltener eingebrochen. Dafür wurden mehr Autos geklaut. Insgesamt ist die Zahl der Straftaten in Berlin weiter rückläufig.

Die Kriminalität in Berlin ist weiter rückläufig. Nach Angaben der Berliner Polizei gingen die Zahl der Wohnungseinbrüche und die Jugendgruppengewalt zurück, es gab aber mehr Autodiebstähle. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 349.743 Straftaten registriert, von Januar bis September 2009 waren es 365.566. Dies entspricht einem Rückgang um 3,8 Prozent.

Laut Polizei gab es bei Wohnungseinbrüchen mit 7 Prozent auf 5.866 Fälle und bei der Jugendgruppengewalt mit 13,9 Prozent auf 1.988 Fälle "deutliche Rückgänge“. Raub und räuberische Erpressung liegen mit 4.466 Delikten (-0,1 Prozent) auf dem Niveau des Vorjahres. Beim Autodiebstahl wurde ein Anstieg um 2,8 Prozent auf 5.085 Taten verzeichnet.

Deutliche Zunahmen ergaben sich den Angaben zufolge bei Kellereinbrüchen. Gezählt wurden bis Ende September 10.381 Fälle, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 11,8 Prozent. Betroffen waren verstärkt Neu-Hohenschönhausen, Nord-Neukölln und Friedrichshain.

Beim Taschendiebstahl wurde ein Anstieg von 8,8 Prozent auf 8.000 Taten festgestellt. Eine immer lebendiger werdende Stadt mit vielen Einkaufszentren und ständig wachsenden Touristenzahlen locke leider auch „Langfinger“ an, sagte ein Sprecher. Die Polizei bekämpft den Taschendiebstahl seit mehreren Jahren mit einer speziellen Ermittlungsgruppe.