Übertriebene Tierliebe

110 Tiere – Berliner Wohnung voller Kaninchen

Foto: picture-alliance / Sueddeutsche / picture-alliance / Sueddeutsche/Haas, Robert

Sie hatten Schnupfen, Bisswunden und lebten auf engstem Raum zusammen: 110 Kaninchen haben Tierschützer aus einer Wohnung in Berlin gerettet. Ein paar von ihnen haben es "nicht geschafft".

„Das war keine artgerechte Haltung“, sagte Tierheim-Sprecherin Evamarie König am Dienstag in Berlin. „Einige waren schwer verletzt.“ Vor allem Zwerg- und Widderkaninchen habe das Veterinäramt in der vergangenen Woche ins Tierheim gebracht. Dort wurden die kleinen Hoppler untersucht, geimpft und kastriert.

„Ein paar haben es nicht geschafft“, sagte König. Die Verletzungen der Tiere seien zu schwer gewesen. Rund 100 Langohren hätten aber überlebt. „Es handelt sich hier offensichtlich um einen besonders schweren Fall von Animal Hoarding“, sagte der Präsident des Berliner Tierschutzvereins und des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel. Die Tiere hätten sich unkontrolliert vermehrt. „Da sind Rangordnungskämpfe automatisch“, sagte König. Viele der geretteten Langohren hätten auch Nachwuchs gehabt.

„Es sind sehr hübsche Tiere in allen Farben.“ Die Weibchen und ihre Jungen seien schon relativ zahm. Einige müssten in den kommenden Tagen noch geimpft werden, sagte König. „Es gibt aber schon einige, die jetzt ein neues Zuhause suchen.“