Berliner Landgericht

Haft für Vergewaltigung unter Todesdrohung

Ein Mann aus Berlin-Wedding, der seine Lebensgefährtin mit dem Tod bedroht und vergewaltigt hat, muss nun in Haft. Die Frau ist bis heute arbeitsunfähig.

Wegen Vergewaltigung seiner Lebensgefährtin unter Todesdrohungen ist ein 35 Jahre alter Familienvater am Freitag zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Nach Feststellungen des Berliner Landgerichts hatte der Gelegenheitsarbeiter im September 2010 der 28-jährigen Frau auch angedroht, ihr das Gesicht zu zerschneiden, sie mit Benzin zu übergießen und sie zu zerstückeln. Als Motiv stellte das Gericht „massive Eifersucht“ fest.

Die Mutter eines gemeinsamen Kindes leidet noch heute unter den Folgen der Gewalt. Seit Oktober ist die Berlinerin arbeitsunfähig. Bei dem Übergriff in der gemeinsamen Wohnung in Berlin-Wedding hatte der Angeklagte sie außerdem mit einem Messer bedroht. Sogar aus der Untersuchungshaft hatte der Arbeiter versucht, die Frau mit geschmuggelten Briefen zur Rücknahme ihrer belastenden Aussagen zu zwingen.

Der Gelegenheitsarbeiter hatte bei seiner Festnahme gegenüber der Polizei randaliert. Seine Blutprobe ergab 2,45 Promille. Wegen der alkoholischen Beeinflussung durch Alkohol- und Kokainkonsum hatte der Sachverständige dem 35-Jährigen eine verminderte Schuldfähigkeit bescheinigt. Der Mann hatte die Vergewaltigung bestritten. Seine Version von einvernehmlichem Sex nahm das Gericht ihm nicht ab.