Muslimische Einrichtungen

Tatverdächtiger spricht von 13 Anschlägen

Ein 30-Jähriger sitzt in Haft, weil er Brandanschläge auf muslimische Einrichtungen in Berlin verübt haben soll. Der Mann gab 13 Taten zu. Die Polizei war bislang von weniger ausgegangen.

Der Mann, der an mehreren Berliner Moscheen Feuer gelegt haben soll, hat einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft zufolge insgesamt 13 Anschläge auf muslimische Einrichtungen zugegeben. Die Polizei hatte bislang nur in sieben Fällen ermittelt. Gegen den 30-Jährigen ist am Wochenende Haftbefehl erlassen worden. Über das Tatmotiv von Manuel K. könne noch nichts gesagt werden, sagte die Sprecherin. Verbindungen zu extremistischen Gruppierungen würden bislang ausgeschlossen.

Ein psychiatrisches Gutachten soll weiteren Aufschluss über die Tatmotivation bringen.

Insgesamt sind seit dem vergangenen Sommer von der Polizei sieben Anschläge auf islamische Einrichtungen in Berlin registriert worden. Dabei entstand jeweils nur geringer Sachschaden. Betroffen waren unter anderem Berlins größte Moschee, die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm, sowie die Al-Nur-Moschee und das Gebäude der „Islamischen Kulturgemeinde der Iraner“ in Neukölln. Die Taten wurden von Politikern, Verbänden, Kirchen und Vertretern anderer Religionen verurteilt. Außerdem wurden Rufe nach einem besseren Schutz für Moscheen laut.