Kriminalität

Aggressive Menschenmenge greift Polizisten an

Eigentlich wollten die Polizisten in Neukölln eine Frau vor einem brutalen Schläger schützen, dann wurden sie selbst zum Angriffsziel. Als sie einen der Täter festnehmen wollten, wurden sie von rund 40 Jugendlichen bedroht und attackiert.

Bei einem Handgemenge nach einer versuchten Festnahme sind aus einer Gruppe von vorwiegend Jugendlichen drei Polizisten in Berlin-Neukölln geschlagen und verletzt worden. Zunächst waren die Beamten nach Angaben der Polizei vom Sonnabend von Zeugen zu einer Bushaltestelle am S-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln gerufen worden.

Dort hatten am späten Freitagabend zwei junge Männer ohne ersichtlichen Grund eine 21-jährige Frau geschlagen. Die beiden flüchteten. Als eine Polizeikommissarin versuchte, einen der beiden Täter zu stoppen, schlug dieser ihr ins Gesicht, wodurch die Polizistin zu Boden stürzte.

Ein Polizeimeister, der ihr zu Hilfe eilte, erhielt Schläge ins Gesicht, gegen den Hinterkopf und den Oberkörper. Inzwischen hatte sich eine Menschengruppe um die Polizeibeamten gesammelt, die schließlich bis auf 40 Personen anwuchs. Aus der Gruppe heraus wurde der Angriff auf den Polizeibeamten bejubelt, die Einsatzkräfte beleidigt und versucht, den festgenommenen 17-jährigen Schläger aus dem Griff des Polizisten zu befreien. Um sich die zunehmend aggressive Menschenmenge vom Leibe zu halten, setzte dieser Pfefferspray und Stock ein.

Ein 19-Jähriger versuchte anschließend, den 17-Jährigen aus dem Funkwagen zu befreien. Dabei kam es zu einem Gerangel, bei dem der Polizist leicht an der rechten Hand verletzt wurde. Die drei verletzten Polizeibeamten traten vom Dienst ab.