Ermittlungserfolg

Polizei fasst mutmaßlichen Messerstecher

Eine Auseinandersetzung zwischen zwei Autofahrern endete im September in Berlin mit einer Notoperation: Ein Fahrer hatte den anderen niedergestochen. Nun ist der mutmaßliche Täter gefasst.

Ein Autofahrer, der im Streit einen anderen Fahrer niedergestochen haben soll, ist nun rund vier Monate nach der Tat gefasst worden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin erhielt am Dienstag ein 23-jähriger Mann einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Wie berichtet, war der Täter am 1. September 2010 gegen 18 Uhr mit einem 31-jährigen Autofahrer wegen einer Verkehrsbehinderung in der Utrechter Straße in Streit geraten. Beide stiegen aus ihren Autos aus, stritten und schließlich zog der eine von ihnen ein Messer und verletzte den 31-Jährigen lebensgefährlich. Anschließend flüchtete der Angreifer mit zwei Begleitern in einem BMW. Das Opfer musste in einem Krankenhaus notoperiert werden.

Der Flucht-BMW wurde am nächsten Morgen verbrannt im Humboldthain aufgefunden. Das Auto war nach Auskunft der Polizei offensichtlich "illegal" genutzt worden. Bevor die Täter den BMW in Brand setzten, legten sie ein gestohlenes Kennzeichen bei, um die Tat zu verschleiern.

Welche Spur Mordkommission und der Staatsanwaltschaft zu dem 23-Jährigen führte, ist noch nicht bekannt. Er wurde, wie die Polizei jetzt mitteilte, am 17. Januar festgenommen.

( BMO )