Stadtreinigung

BSR sieht sich gut gerüstet für den Winter

Nach dem Chaos im letzten Winter hat sich die Berliner Stadtreinigung schon jetzt auf Schnee und Eis vorbereitet. Ab diesem Jahr muss die BSR auch für eisfreie Haltestellen sorgen. 2000 Mitarbeiter stehen in den Startlöchern.

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Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) sind nach eigener Einschätzung auf den Winter vorbereitet. “Wir können jederzeit flexibel reagieren“, sagte ein BSR-Sprecher. Rund um die Uhr könne die BSR bis zu 2000 Mitarbeiter auf die Straßen schicken. Dazu stünden um die 500 Fahrzeuge der Räumflotte bereit. Auch bei der Lagerung von Streusalz und Split sei man gerüstet. Eine genaue Zahl konnte der Sprecher allerdings nicht nennen.

Sollte der Winter ähnlich streng werden wie der vergangene, bestehe kein Grund für Unruhe. “Da, wo wir verantwortlich waren, haben wir den Winter gemeistert“, sagte der Sprecher. An allen wichtigen Verkehrsknoten habe es keine Probleme gegeben. Für die Räumung der Gehwege seien die Besitzer der angrenzenden Grundstücke verantwortlich.

In der vergangenen Wintersaison hatte es in Berlin großen Unmut über unzureichend von Schnee und Eis befreite Bürgersteige und Kreuzungsbereiche gegeben. Viele Menschen hatten sich auf eisglatten Straßen verletzt.

Dem soll in der Hauptstadt jetzt durch eine Änderung des Straßenreinigungsgesetzes begegnet werden. “Infolge der häufig mangelhaften Schneeräumung und Eisbeseitigung ist eine Situation mit vielen Verletzten und deutlichen Beeinträchtigungen eingetreten“, heißt es in der Vorlage zu dem Gesetzestext aus der Senatsumweltverwaltung.

In der neuen Fassung soll nicht nur das Streuen von Eisflächen, sondern deren Beseitigung vorgeschrieben werden. Der Gehweg soll zudem statt wie bisher auf einem Meter Breite auf 1,50 Meter von Schnee und Eis befreit werden.

Auch die BSR soll zusätzliche Zuständigkeitsbereiche erhalten, dazu gehören Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen sowie bestimmte öffentliche Plätze.

Durch die neuen Regelungen müssen alle Beteiligten mit Mehrkosten rechnen, alleine für die Bezirke könnten sie sich den Angaben nach um die Hälfte erhöhen. Derzeit wird die Vorlage im Haupt- und im Bauausschuss des Abgeordnetenhauses beraten. Der Senat hatte den Entwurf bereits im September beschlossen.