Poker-Prozess

Räuber schweigt sich über Drahtzieher aus

Vier Räuber sitzen hinter Gittern, nun wird gegen die Drahtzieher des Berliner Pokerraubes verhandelt. Doch ein bereits verurteilter Handlanger will nicht reden.

Im Prozess gegen die mutmaßlichen Drahtzieher des Berliner Pokerraubes wird am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht ein bereits verurteilter Räuber als Zeuge vernommen. Der 22-Jährige wollte zunächst schweigen, weil er sich selbst belasten könne. Ein umfassendes Aussageverweigerungsrecht bestehe jedoch nicht, erklärte Richter Carsten Wolke.

Das Berliner Landgericht verhandelt im zweiten Pokerprozess gegen einen inzwischen 32-Jährigen, von dem die Idee zu dem spektakulären Überfall auf das internationale Turnier im Hotel Grand Hyatt stammen soll. Der 29-jährige Mitangeklagte soll die eigentlichen Räuber bei dem Coup vom 6. März 2010 instruiert haben. Beide schweigen.

Die vier inzwischen rechtskräftig verurteilten Räuber hatten das Hotel bewaffnet gestürmt. Das Quartett wurde im Juli von einem Jugendgericht zu Strafen von dreieinhalb bis zu drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

Nach dem längeren Tauziehen im die Aussage ist offen, ob die Staatsanwaltschaft noch an diesem Donnerstag ihr Plädoyer hält.